Lehrstelle ausschreiben

Lehrstellenbörse Bern: 1'600 Jugendliche und 60 Betriebe

Schülerinnen und Schüler nutzten an der Lehrstellenbörse die Chance, Ausbildungsbetriebe der Region kennenzulernen. An vielen der knapp 60 Ständen wurden direkt Schnuppertage vereinbart.

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Am Vormittag des 27. März 2026 herrschte reges Treiben in den Sporthallen Weissenstein: Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse steuerten die Stände an, übergaben ihre Steckbriefe und stellten sich vor. Ausbildungsverantwortliche aus knapp 60 Betrieben, vom Kleingewerbe bis zum Grosskonzern, beantworteten ihre Fragen und nahmen sich Zeit für Gespräche. Für beide Seiten bot sich dabei die Möglichkeit, einen guten Eindruck zu hinterlassen und Schnuppertage zu vereinbaren. 

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Berufslehre als Faktor für bessere Abschlussquote

Die Lehrstellenbörse leistet damit mehr als Berufsorientierung. Im Kontext des neuen Bildungsberichts Schweiz (März 2026) weist Bildungsforscher Stefan Wolter darauf hin, dass sich die Abschlussquote verschlechtert, wenn viele Jugendliche die Allgemeinbildung statt die Berufsbildung wählen. Veranstaltungen wie die Lehrstellenbörse können dem entgegenwirken, indem sie die Berufsbildung erlebbar machen. Michael Raaflaub, Geschäftsleiter des Vereins Lehrstellennetz, erklärt: «Die Börse ermöglicht den Jugendlichen in einer frühen Phase der Berufswahl persönliche Kontakte zu Ausbildungsverantwortlichen und Lernenden. Dadurch wird die Berufsbildung authentisch repräsentiert.»

Lehrstellenboerse Fotografen

Unterstützung im Bewerbungsprozess

Die Veranstaltung bildet für viele den Auftakt zur Lehrstellensuche für das Jahr 2027. Eine Schülerin sagt dazu: «Ich hatte bisher keine klaren Vorstellungen davon, wie sich die Ausbildungsbetriebe unterschieden. Jetzt weiss ich viel genauer, wo ich mir eine Lehre vorstellen kann.» Ergänzend zu den Standgesprächen bot die Börse auch praktische Hilfe: Das BIZ Bern prüfte Bewerbungsunterlagen, ein Fotografenteam erstellte über 1'200 kostenlose Bewerbungsbilder und eine Expertin für Auftrittskompetenz gab Tipps für künftige Vorstellungsgespräche. Zudem waren die SwissSkills und das Jugendprojekt LIFT vor Ort, sowie der Schulverlag plus mit hilfreichen Angeboten für Lehrpersonen.

Herzlichen Dank an alle teilnehmenden Betriebe! Ihr macht diesen Anlass möglich und zeigt, wie gross die Qualität und Vielfalt der Berufsbildung in der Region Bern ist.