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Lernende, die sich gut begleitet fühlen, sind motivierter und erfolgreicher. Bildungsexpertin Lara Cinotti zeigt auf, wie Verantwortliche die Beziehung im Alltag pflegen können.

Die Lehre ist für viele Jugendliche beruflich und privat besonders herausfordernd: der Freundeskreis verändert sich, neue Freiheiten entstehen, gleichzeitig steigen die Anforderungen im Beruf. Eine tragfähige Beziehung hilft Ausbildungsverantwortlichen, kleine und grosse Herausforderungen früh zu erkennen und gemeinsam mit den Lernenden passende Lösungen zu entwickeln.
Jugendliche teilen ihre Herausforderungen und Lernbedürfnisse meist erst dann, wenn sie sich sicher und ernst genommen fühlen. «Oft braucht es viel Geduld, bis sich Lernende wirklich anvertrauen», sagt Berufsbildungsexpertin Lara Cinotti. «Daher ist es wichtig, gleich zu Beginn der Ausbildung in Beziehung und Vertrauen zu investieren.» Und das lohnt sich:
«Die Idee ist nicht, Lernende nur zu schonen», betont Lara. «Schliesslich sollen sie am Ende der Lehrzeit vollwertige Mitarbeitende sein. Dazu gehören auch Arbeitstempo, Qualität und der Umgang mit Stress. Aber die Frage ist, wie wir sie daran heranführen und begleiten.»
Eine gute Beziehung entsteht nicht durch eine einzelne Massnahme. Vielmehr sind es die kleinen, regelmässigen Gesten, die laut Lara den Unterschied machen:
Natürlich kostet es Zeit, bewusst eine Beziehung aufzubauen. Doch es lohnt sich langfristig immer:
«Faktoren wie Teamzusammenhalt und Wertschätzung sind entscheidend dafür, ob Mitarbeitende im Betrieb bleiben», so Lara. «Das ist gerade für Berufe mit Nachwuchsproblemen enorm wichtig. Und es ist das beste Marketing, wenn man sagen kann: Wir haben in den letzten Jahren alle Lernenden bis zum erfolgreichen Lehrabschluss ausgebildet – und viele arbeiten heute noch im Betrieb.»
Eine gute Beziehung zu den Lernenden ist keine mühsame «Zusatzaufgabe», sondern der Schlüssel zu einer erfolgreichen Ausbildungszeit. Dabei muss der Anspruch nicht Perfektion sein. «Man kann es im zwischenmenschlichen Bereich nie perfekt machen», sagt Lara Cinotti. «Aber mit Empathie, Zeit und echtem Interesse gelingt es, zu den meisten Lernenden eine tragfähige und starke Beziehung aufzubauen.»
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